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ISO 42001, KI & ComplianceVeröffentlicht: 10. Juli 2026

KI-Inventar erstellen: Vorlage, Rollen und Risikoklassen nach dem EU AI Act

KI-Inventar für Unternehmen erstellen: Pflichtfelder, Verantwortliche, Anbieter- und Betreiberrollen, Risikoklassen und Reviewprozess.

Ein KI-Inventar ist die belastbare Liste aller KI-Systeme, Modelle und eingekauften KI-Funktionen im Unternehmen. Es schafft die Grundlage für ISO 42001, EU-AI-Act-Rollenklärung, Risikobewertung, Lieferantensteuerung und Schulung. Erfasst werden nicht nur eigene Modelle, sondern auch SaaS-Funktionen, Copilots, Chatbots und eingebettete KI in Fachanwendungen.

Welche Systeme in das Inventar gehören

  • Eigene KI-Produkte und selbst entwickelte Modelle
  • Externe Modelle und APIs
  • KI-Funktionen in SaaS-, HR-, CRM- oder Supportsystemen
  • Generative Assistenten und Copilots
  • Pilotprojekte, Shadow AI und zeitlich begrenzte Tests
  • Außer Betrieb genommene Systeme mit verbleibenden Aufbewahrungs- oder Nachweispflichten

Empfohlene Felder der Vorlage

Tabelle 1: KI-Inventar erstellen: Vorlage, Rollen und Risikoklassen nach dem EU AI Act
FeldZweck
Name und ZweckEindeutige Identifikation und geschäftlicher Use Case
OwnerVerantwortung für Freigabe, Betrieb und Review
RolleAnbieter, Betreiber, Importeur, Händler oder weitere relevante Rolle
DatenEingaben, Ausgaben, personenbezogene oder vertrauliche Daten
Betroffene PersonenWer kann durch Output oder Entscheidung beeinflusst werden?
RisikoeinstufungVorläufige Einordnung und Begründung
Lieferant / ModellAbhängigkeiten, Versionen und Vertragsbezug
KontrollenFreigabe, Human Oversight, Tests, Monitoring und Incident-Prozess
ReviewdatumNächste Prüfung und Änderungsanlass

Rollen und Risikoklasse nicht vermischen

Der EU AI Act unterscheidet Akteursrollen und risikobasierte Pflichten. Die gleiche technische Lösung kann je nach Nutzung, Veränderung und Marktrolle unterschiedliche Verpflichtungen auslösen. Erfassen Sie deshalb zuerst, was das Unternehmen mit dem System tut, und bewerten Sie danach die rechtliche Rolle und Risikoklasse.

Eine automatische Einstufung nur anhand des Produktnamens reicht nicht. Relevant sind Zweck, Einsatzkontext, betroffene Personen und konkrete Entscheidungsauswirkungen.

So bleibt das Inventar aktuell

  1. Beschaffung und Freigabe an die Inventarpflicht koppeln
  2. Verantwortliche pro System benennen
  3. Änderungen an Modell, Zweck, Daten und Lieferant protokollieren
  4. Mindestens periodisch und bei wesentlichen Änderungen reviewen
  5. Shadow-AI-Meldeweg und verständliche Nutzungsvorgaben schaffen

Wie Sternberg Consulting unterstützt

Wir strukturieren KI-Inventar, Risiken, Rollen, Nachweise und interne Prüfungen zu einem pragmatischen AIMS. Mehr zur ISO-42001-Beratung.

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Häufig gestellte Fragen

Gehört ChatGPT in das KI-Inventar?

Ja, wenn es im Unternehmen freigegeben, pilotiert oder tatsächlich genutzt wird. Zweck, Datenregeln, Owner und Kontrollen sollten erfasst werden.

Wer pflegt das Inventar?

Die zentrale Governance kann koordinieren, aber jeder Use Case braucht einen fachlichen Owner.

Ist das Inventar allein ausreichend?

Nein. Es ist Ausgangspunkt für Rollenprüfung, Risiko- und Folgenbewertung, Kontrollen, Schulung und Monitoring.

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